Nein, dieses Blog endet nicht als reine Ablage für meine Sendungsnachlesen, denn auch andere Dinge gibt es hin und wieder zu berichten:
Bereits vor einigen Tagen habe ich die deutsche eFiction-Community in ihrer Form als Support- und Diskussionsforum geschlossen. Die Seite dient jetzt lediglich noch als Download-Möglichkeit für das aktuelle Sprachpaket sowie diverse deutsche Skins. Aktualisierungen am Sprachpaket wird es jedoch nicht mehr geben. Auch aus dem englischen eFiction-Forum habe ich mich als Supporter der deutschen Abteilung zurückgezogen. Wenn ich ein Softwareprojekt unterstütze, möchte ich auch qualifizierten Support liefern können, was mir mangels eigener eFiction-Homepage jedoch schon seit längerer Zeit nicht mehr möglich ist und in absehbarer Zeit auch nicht der Fall sein wird. Für meine literarischen Ergüsse, welcher Art auch immer, ist dieses Blog allemal gut genug. Daher ziehe ich mich aus diesem Projekt weitgehend zurück. Wer Interesse an der Domain efiction.de hat, kann sich jederzeit bei mir melden. Länger als ein weiteres Jahr (ab Mai 2012) werde ich sie jedoch nicht behalten.
In “Steffens Radioarchiv” hingegen wird sich (hoffentlich) demnächst einiges tun. Ich war mehrere Jahre lang nicht mehr im Besitz eines Kassettenspielers, was sich mittlerweile zum Glück geändert hat. Beim Lauschen alter Tapes habe ich beschlossen, einen Großteil der Aufnahmen neu zu digitalisieren. Nicht nur, weil sie damals mangels Speicherplatz in unzureichender Tonqualität veröffentlicht wurden, sondern auch weil ich viele Aufnahmen nach der Übertragung in den Rechner noch mit Rauschentfernung und sonstigen Spielereien verschlimmbessert habe. Alle Aufnahmen werde ich daher in Zukunft weitgehend originalgetreu veröffentlichen, auch wenn der Rauschpegel bei einigen Mitschnitten sehr hoch ist. Mit Rauschfiltern und Equalizern tut man solchen Aufnahmen jedoch keinesfalls nur Gutes, oft klingen sie am Ende furchtbarer als auf der Kassette. Nun ja… Spielzeug will ausprobiert werden und “damals” haben mich solche Dinge halt fasziniert. 
Als Neuzugang und Beispiel einer solchen Aufnahme ist im Bereich Sendestarts ein ziemlich verrauschter Mitschnitt des Berliner Nachrichtenradios INFO101 hinzugekommen. (Am Rande: warum gibt mir Google beim Stichwort INFO101 als ersten Suchtreffer “wertvolle” Tipps für die Bettgymnastik? Was ist nur aus den früher so nützlichen Recherchewerkzeugen geworden…)
Ich spiele auch immer noch mit dem Gedanken, dem Radioarchiv wieder eine eigene Projektseite zu widmen. WordPress ist trotz seiner mittlerweile vielfältigen CMS-Funktionen noch immer ein System, das eher auf Blogger ausgerichtet ist und weniger auf statische Inhaltsseiten. Im Backend ist die Administration solcher Seiten daher auch recht unbequem für mich und das Radioarchiv wirkt ein wenig halbherzig ins System hineingeschustert. Wenn ich die Aufnahmen neu digitalisiere, wird es also vielleicht auch wieder eine neue Homepage geben, was bei dem kunterbunten Sammelsurium aus Tabellen- und Listenseiten aus all den Jahren seit Bestehen des Archivs eigentlich längst mal überfällig ist.
Natürlich mache ich auch weiterhin selbst Radio und auch hier gibt es Neuigkeiten. Bereits seit Anfang April wird meine Sendung “Frei wie der Wind” nun getrennt auf dem Rainbow-Stream und auf Slangradio ausgestrahlt. Für den Rainbow-Stream moderiere ich die Sendung live, bei Slangradio läuft sie weiterhin als Vorproduktion. Da der Rainbow- Stream ein Community-basiertes Webradio ist, also der Hörerkontakt schon während der Sendungen besteht, wirkt sich eine Vorproduktion eher negativ auf das Programm aus.
So viel für heute. Meine To-do-Liste ist also wieder gut gefüllt und wird in den nächsten zwanzig Jahren abgearbeitet.
